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Aus Echo-Online von Marvi  Mensch

Diensversammlung 2019 02 08
Aus Echo Online

 

Dienstversammlung der Feuerwehr Worfelden: Beförderungen und Nachwuchssorgen

Worfelden – Im Rahmen der Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Worfelden wurde auf ein arbeitsreiches Jahr zurückgeblickt und gleichzeitig der Blick in die Zukunft gerichtet. Insgesamt 26 Einsätze hatten die Einsatzkräfte im Jahr 2018 zu bewältigen – sieben mehr als im Vorjahr. Den Großteil machten Hilfeleistungen aus, etwa bei Sturmschäden, mit 15 Alarmierungen. Zu Brandeinsätzen rückte die Feuerwehr elfmal aus.

Mit derzeit 36 aktiven Mitgliedern erfüllt die Einsatzabteilung zwar die gesetzlich vorgeschriebene Mindeststärke, jedoch ist die verfügbare Mannschaftsstärke tagsüber im Ernstfall oft deutlich geringer.

Nachwuchs dringend gesucht

Sowohl die Einsatzabteilung als auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr sind auf neue Mitglieder angewiesen. Für den aktiven Dienst ist ein Einstieg im Alter zwischen 17 und 60 Jahren möglich. Besondere berufliche Voraussetzungen oder eine überdurchschnittliche Fitness sind nicht erforderlich.

Auch in der Jugendfeuerwehr sowie in der Kindergruppe „Wasserdrachen“ wird Verstärkung gesucht, um langfristig den Fortbestand der Einsatzabteilung zu sichern.

Hoher Ausbildungsaufwand

Neben den Einsätzen nimmt die Aus- und Weiterbildung einen großen Teil der Arbeit ein. Lehrgänge wie Atemschutz, Funk oder der Umgang mit Motorsägen gehören ebenso dazu wie weiterführende Qualifikationen zum Gruppen- oder Zugführer. Im Jahr 2018 wurden dafür insgesamt 530 Stunden aufgewendet.

Hinzu kommen regelmäßige Übungsabende, bei denen die aktiven Mitglieder insgesamt 2110 Stunden leisteten. Diese kontinuierliche Ausbildung ist notwendig, um den sicheren Umgang mit Technik und Ausrüstung zu gewährleisten. Die vorgeschriebenen 40 Stunden Standortausbildung pro Jahr unterstreichen die Bedeutung der regelmäßigen Teilnahme.

Engagement und Herausforderungen

Die Führungskräfte betonten, wie wichtig es sei, dass möglichst viele Mitglieder an Aus- und Fortbildungen teilnehmen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es zunehmend schwieriger wird, Menschen für das zeitintensive Ehrenamt zu gewinnen.

Auf kommunaler Ebene wird bereits an Entlastungen gearbeitet: So ist die Einstellung einer hauptamtlichen Kraft für die Geräteprüfung vorgesehen. Insgesamt hatten die drei Ortsteilwehren der Gemeinde im Jahr 2018 mehr als 140 Einsätze zu bewältigen.

Auch die Ausstattung bleibt ein Thema: Die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs ist für das Jahr 2020 geplant.

Beförderungen

Im Rahmen der Versammlung wurden mehrere Feuerwehrangehörige für ihre Leistungen befördert:
Michael Doberenz zum Hauptlöschmeister,
Marco Engel und Fabian Schecker zu Löschmeistern,
Lisa Thomas zur Oberfeuerwehrfrau,
Selina Engel zur Feuerwehrfrau.

Zudem wurde Jan Wellinger zum Feuerwehrmann-Anwärter ernannt.